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ricarda
23.01.10, 22:21
  sehnsucht
Laß mich bei dir sein,
so nah bei dir sein,
daß dein Atem meiner wird,
dein Gesicht verschwimmt,
alle Ängste nimmt,
und dein Mund bestimmt die Zeit.

Nur ein Spiegel sein,
ohne ich zu sein,
mich verliern in deinem Arm,
wortlos zu verstehn,
dich nur anzusehn
und zu wissen, du bist da.

Dir so nah zu sein,
so vertraut zu sein,
daß kein Laut uns mehr erreicht;
deine stimme hörn,
nichts mehr zu begehrn,
wenn dein Lächeln mich umarmt.

Laß mich bei dir sein,
so nah bei dir sein,
daß dein Atem meiner wird,
wenn der tag beginnt,
uns die Stille nimmt,
ist die Nacht schon nicht mehr weit.
guenegue
11.08.11, 23:06
  sehnsucht
es ist nicht nur schön solche worte zu lesen. nein es zeigt wunderschön wie es ist - wenn sich sehnsucht breit macht in unserem sein. wie es besitz ergreift um dann hochgejubelt wird zu etwas- was es nie sein wird. etwas unerreichtes. noch ein ernstgemeinter tip - von sehnsucht bekommt man genauso viel wie man bereit ist ihr zu geben. tschüss meine lieben....
Stadtaffe
15.08.11, 15:15
  Re: sehnsucht
Unbeglückt muss ich durchs Leben gehen,
Meine Rechte sind nicht anerkannt;
Aus der Liebe schönem Reich verbannt,
Muss ich dennoch stets ihr Schönstes sehen!

Nicht die schwache Zunge darf's gestehen,
Nicht der Blick verstohlen zugesandt,
Was sich eigen hat das Herz ernannt,
Nicht im Seufzer darf's der Brust entwehen!

Tröstung such' ich bei der fremden Nacht,
Wenn der leere lange Tag vergangen,
Ihr vertrau' ich mein geheim Verlangen;
Ist in Tränen meine Nacht durchwacht,
Und der lange leere Tag kommt wieder,
Still ins Herz steigt meine Liebe nieder.

tasskaff
18.08.11, 16:33
  Sehnsucht
Ich kann wohl manchmal singen,
Als ob ich fröhlich sei,
Doch heimlich Tränen dringen,
Da wird das Herz mir frei.

So lassen Nachtigallen,
Spielt draußen Frühlingsluft,
Der Sehnsucht Lied erschallen
Aus ihres Käfigs Gruft.

Da lauschen alle Herzen,
Und alles ist erfreut,
Doch keiner fühlt die Schmerzen,
Im Lied das tiefe Leid.

solle48
18.08.11, 16:50
  Sehnsucht

Rastloses Sehnen! Wünschendes Herz,
immer nur Tränen, Klagen und Schmerz?
Auch ich bin mir schwellender Triebe bewusst!
Wer stillet mir endlich die drängende Lust?

(Ludwig Rellstab 1799-1860)
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